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Monatsandacht

Gedanken zum Monatsspruch Juni:

Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt. - Hebräer 13,2

Hier sind Gedanken zum Monatsspruch mit einigen Fragen:

"Wo haben wir Gastfreundschaft schon mal in besonderer Weise erlebt?"

"Könnte es ein, dass wir sie eher im Ausland erlebt haben als in unserem eigenen Land? Woran mag es liegen, dass es in Deutschland nicht so eine stark verbreitete Tugend ist? Wie gastfrei sind wir selbst?"

Wir wollen schon ehrlich bleiben: Gastfreundschaft ist mit Mühe und Zeitaufwand verbunden. Sie setzt Offenheit für Neues und Fremdes voraus. Der geplante Alltag gerät leicht durcheinander, und es bedeutet auch: 'Ich gebe etwas von mir selbst preis'.

In Hebräer 13 wird nochmal das Wichtigste für die Gemeinde zusammengefasst. Dazu gehört auch die Gastfreundschaft. Ich denke, dass ohne sie die Gemeinden damals sich gar nicht so schnell hätten ausbreiten können. Die Zusammenkünfte der Christen fanden in der Regel in Privathäusern statt. Große Gemeindehäuser als Treffpunkt für die Gemeinde gab es damals noch nicht. Deshalb war der persönliche Kontakt in Form der Gastfreundschaft auch so wichtig. Selbst die Leiter der Gemeinde sollten laut Paulus gastfreundlich sein (1. Tim 3,2).

Aber wir sind als Gastgeber ja nicht nur die Gebenden, sondern oft auch die Beschenkten und Bereicherten. Wenn wir das, was auf unserem Tisch ist, mit anderen teilen, dann teilen wir mit dem Essen auch unser Leben. Gastfreundschaft bereichert das Leben aller Beteiligten. Die Bibel fordert uns dazu auf, das nicht zu vergessen. Offensichtlich brauchen wir das.

Für andere da zu sein, Unannehmlichkeiten nicht zu scheuen, offen zu sein für Neues, das gehört zum Leben. In allem kann uns Gott begegnen. Vergesst nicht, mit möglichen Engeln in eurem Leben zu rechnen. Vergesst nicht, mit Gott selbst in eurem Leben zu rechnen.

Dazu eine kleine Geschichte. "Eine fromme alte Frau erwartete an einem bestimmten Tag den Besuch des lieben Gottes. Sie wollte ihn würdig empfangen und schickte daher andere Besucher, zwei Bettler und einen alten Mann, fort, denn sie erschienen ihr nur als Störenfriede. Sie wartete vergeblich. Als sie einschlief träumte sie, wie ihr Gott erschien und sprach: 'Dreimal habe ich dich aufgesucht, und dreimal hast du mich hinausgewiesen!'" (Aus: Rolf Sättler, Guten Morgen).

Engel erkenne ich nicht, wenn sie vor mir stehen. Aber wer weiß? Vielleicht erinnern wir uns daran, wenn mal wieder ein ungebetener Gast im ungünstigen Augenblick an der Tür steht und klingelt. Gastfreundschaft bereichert das Leben; auch unser Gemeindeleben.