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Monatsandacht

Gedanken zum Monatsspruch April

Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. (Johannes 20,21)

Enttäuscht hatten sich die Freunde Jesu zurückgezogen.

Jesus, als Verbrecher am Kreuz gestorben, war begraben worden. Damit waren auch ihre Hoffnungen begraben, mit denen sie drei Jahre unterwegs gewesen sind.

Es ist aus und vorbei!

Daran ändert auch die seltsame Nachricht der Jüngerinnen nichts. Die Frauen aus dem Freundeskreis Jesu hatten auf dem Friedhof ein leeres Grab vorgefunden. Sie sagten etwas davon, dass Jesus auferstanden sei.

„Alles nur leeres Geschwätz!“

Die Jünger Jesu – sie verbarrikadieren sich: „Wer weiß, vielleicht sind wir die nächsten, die gefangengenommen werden...“

Plötzlich steht Jesus im Türrahmen.

Und sagt als erstes Wort: „Friede sei mit Euch!“

Friede sei mit Euch! – Auch mit Petrus. Dreimal hatte er geschworen, Jesus nicht zu kennen. Obwohl er doch voller innerer Überzeugung davon gesprochen hatte, dass er bereit sei, mit Jesus in den Tod zu gehen. Dann war er kläglich gescheitert. Entsetzt über sein eigenes fehlendes Rückgrat hatte er bitterlich geweint. – Friede sei mir Dir!

Friede sei mit Euch! – Auch mit Jakobus und Johannes. Beide waren sie in den letzten schweren Stunden von Jesus dabei. Jesus hatte sie extra mit sich genommen, damit sie ihn begleiten und für ihn beten; gerade jetzt, da seine Gefangennahme und Todesstunde naht. Doch Johannes und Jakobus waren eingeschlafen. Hatten keine Kraft gehabt, ihrem Freund beizustehen. Ihre Müdigkeit war stärker gewesen als ihre Zuneigung und Hilfsbereitschaft. – Friede sei mit Euch beiden!

Friede sei mit Euch! – Auch mit den anderen Jüngern, die sich alle vom Acker gemacht hatten. Als die Soldaten im Garten Gethsemane aufgetaucht waren, um Jesus gefangen zu nehmen, da hatten sie schnell das Weite gesucht. Hatten sich versteckt und ihren Freund schmählich im Stich gelassen – Friede sei mit Euch allen!

Zweimal sagt Jesus seinen Jüngern das zu: Friede sei mit Euch!

Um dann fortzufahren: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch!“

Unglaublich! Jesus verabschiedet sich nicht von diesen unzuverlässigen Freunden. Sondern er beruft sie, seine Sendung fortzusetzen. Jesus bleibt ihnen treu; würdigt sie, in seinem Namen unterwegs zu sein. Es sind auch weiterhin seine Leute.

Was für ein Glück, dass Jesus in seiner Gnade so mit Gescheiterten umgeht – bis heute.