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Monatsandacht

Gedanken zum Monatsspruch Oktober:

HERR, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen ist dir nicht verborgen. (Psalm 38, 10) 

Auf König David liegt eine schwere Last, die seiner Seele den Atem abschnürt. Er ist tief traurig, geknickt und kraftlos. Und er hat den Eindruck, dass Gott ihn plagt und straft. So können auch wir uns fühlen, wenn etwas Schweres einfach nicht von uns weicht. Als Menschen neigen wir dazu, uns dann um uns selbst zu drehen. Das macht David nicht. Er spricht offen vor Gott seinem Herrn alles aus, was ihn bewegt. Ihm bekennt er: „HERR, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen ist dir nicht verborgen.“

Wir fühlen uns erst glücklich, wenn sich unsere Sehnsüchte er-füllen. Bleiben sie dauerhaft unerfüllt, kann uns das aus der Bahn werfen. Wir möchten verstehen, warum Gott nicht alle unsere Wünsche erfüllt, und warum er uns manches Harte sogar dauerhaft zumutet. Darauf bekommen wir oft keine Antwort. Doch unser Herr kommt mit seiner Hilfe nicht zu spät.

Während der Vorbereitung dieser Andacht rief mich ein Freund an. Mit gebrochener Stimme sagte er mir: „Ich hatte einen Blinddarmdurchbruch. Nach zwei OP´s habe ich nur knapp überlebt und war drei Wochen im Krankenhaus. Auch jetzt fühle ich mich noch elend und völlig kraftlos. Ich weiß nicht, was sich Gott dabei denkt. Aber er trägt mich.“

Gott unser Herr lässt in unserem Leben manches von uns nicht Geplante dazwischen kommen. Er stillt nicht alle unsere Sehn- süchte. Aber er nimmt uns mit all dem, worunter wir seufzen ernst, wenn wir ihm wie David in den Ohren liegen. Und er möchte von uns voll mit hineingenommen werden in das, was uns bewegt und zu schaffen macht. Dann erleben wir immer wieder, dass er uns durchträgt, und wie er durch Schweres hindurch vieles gut macht.

Ich wünsche uns immer wieder die wertvolle Erfahrung, dass  unser Herr uns sicher durch die Tiefen unseres Lebens manöv-riert, und er Sehnsüchte in wunderbarer Weise stillt.

Pastor Thomas Ciliox